Seit 5 Jahren mobilisieren Nazis für einen "Antikriegstag" nach Dortmund. Die Demonstration hat sich vor allem für "Autonome Nationalisten" zum bundesweiten Event entwickelt. Dieses Jahr wollen die Nazis am 4. September in Dortmund demonstrieren. Dagegen mobilisieren das S4-Bündnis und Dortmund stellt sich queer.
Über die Vorbereitungen der Nazis auf ihre Demonstration in Dortmund schreibt die jungle world
Aus Frankfurt fährt ein Bus am 3. September gegen 15:00 Uhr los und wird am 4. September abends zurückfahren. Karten für den Bus gibt es Mittwochs beim Kneipenabend im IvI . Weitere Infos zum Bus nach Dortmund gibt es hier.
Die Antifa Wiesbaden hat für den 4. September einen Bus gechartert, der in aller Frühe losfahren wird.
Die Konferenz der Aktionsgruppe Georg Büchner hat beschlossen, am 18. Oktober die "zentralen AkteurInnen und ProfiteurInnen der Wirtschafts- und Finanzkrise" zu blockieren. Der Aufruf wendet sich gegen die Lösung der Finanzkrise durch Einsparungen im Sozialbereich. "Für RassistInnen, FaschistInnen und AntisemitInnen ist bei uns kein Platz!" heißt es in dem Aufruf. FR, junge welt
Martin Kessler hat eine Film über die Aktionskonferenz und die Probeblockade vor der KfW gemacht.
Im Vorfeld hatte Viva Vega Anarchia die Konzentration auf den Finanzsektor kritisiert und darauf hingewiesen, dass diese Krise - wie andere Krisen im Kapitalismus - auch aus der Überproduktion des Kapitals resultiert.
Auf die von Vega und anderen formulierten Bedenken gegen die Bankenblockade antwortet Wolf Wetzel in Über die Mächtigkeiten von Banken… im Kapitalismus und im antisemitischen Weltbild
Update: Die antifa [ko] meint dagegen, dass sich Die Ursache der Krise lässt sich nicht blockieren! Darüber hinaus werfen die GenossInnen aus dem Kreis Offenbach der Aktionsgruppe Georg Büchner vor, mit "der Vorstellung, es gäbe einen »Verursacher«, also einen im Finanzsektor verorteten Verantwortlichen oder Schuldigen der Krise" antisemitische Klischees zu reproduzieren.
Die NPD-Demo am 14. August in Ludwigshafen unter dem Motto "Normal ist anders! Für die traditionelle deutsche Familie! Gegen Gendermainstream!" wurde vom Organisator Christian Hehl kurzfristig abgesagt. Trotzdem demonstrierten 300 AntifaschistInnen in Ludwigshafen gegen Nazis und Homphobie. Pressemitteilung des AK Antifa Mannheim
Im Anschluss beteiligten sich etwa 50 AntifaschistInnen am Christopher Street Day in Mannheim. Als die DemonstrantInnen eine Kundgebung vor dem Haus des NPD-Funktionärs Christian Hehl abhalten wollten, wurden sie von der Polizei mit Pfefferspray und Schlagstöcken angegriffen. Pressemitteilung2 des AK Antifa Mannheim.
Update: Nach der abgesagten Nazi-Demo sind natürlich fast alle zufrieden. So fand z.B. Oberbürgermeisterin Eva Lohse (CDU), der Widerstand habe sich gelohnt. Rheinpfalz
Fotobericht der Antifa-Proteste in Ludwigshafen und Mannheim
Esther Bejarano und die Microphone Mafia spielen "Per la Vita - Für das Leben" Am 1. September um 19:00 Uhr im Gewerkschaftshaus Frankfurt Veranstaltungen
Bis zu 900 Menschen haben am 28. August am Echzell-Festival Grätsche gegen Rechts teilgenommen, mit der gegen die von Patrick „Schlitzer“ Wolf organisierten Nazievents protestiert wurde. nh24, FAZ
Zwischen 25.000 und 50.000 Menschen ohne Paiere leben und arbeiten im Rhein-Main-Gebiet. Um ihnen rechtliche Beratung zu geben wird am 2. September um 9:00 Uhr die Gewerkschaftliche Anlaufstelle für MigrantInnen in prekären Arbeitsverhältnissen mit und ohne Papiere im Gewerkschaftshaus ( Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77) eröffnet. Frankfurter Info, SZ, junge welt
Für den 14. August hatte die Nazi-Band Kategorie C – Hungrige Wölfe ein Konzert im Raum Frankfurt angekündigt. Stattdessen spielte die Band in in der Disko mystage in Brandoberndorf-Waldsolms. Die Besucher waren hauptsächlich Nazis, die aus mehreren Bundesländern angereist waren. In derselben Disko hatten in den letzten Wochen mehrere Nazi-Partys stattgefunden. AntifaR4, Gießener Anzeiger
Infos zur Band: FR, AIB, Mut gegen rechte Gewalt, TERZ, NPD-Blog, FAZ
Diskussion im Rahmen der Frauen-Antifa-Bar am 13. September um 20:00 Uhr im Klapperfeld Veranstaltungen
Am 5. August 1950 haben die "Heimatvertriebenen" ihre Charta veröffentlicht. Darin betonen sie ihre " Zugehörigkeit zum christlich-abendländischen Kulturkreis", verzichten aber großzügig auf Rache. Dafür lobten sich die BdVler zum 60. Jahrestag selbst. Ganzer Artikel
Film über den von der Todesstrafe bedrohten Mumia Abu-Jamal
Am 14. September um 20.30 Uhr im Filmforum Höchst
Am 2. August 1980 haben Faschisten der Nuclei Armati Rivoluzionari (NAR) eine Bombe im Warteraum der 2. Klasse des Bahnhofs von Bologna gezündet. 85 Menschen wurden bei dem Anschlag ermordet. Zum ganzen Artikel