Die Krautgartenschule in Mainz-Kostheim hat eine Erinnerungsstätte für Maria Lehmann und ihre Familie entsorgt. Die damals 11-jährige Sintezza wurde am 16- Mai 1940 deportiert, ebenso wie ca. 2500 weitere Roma und Sinti. Im Gegensatz zu ihrem Bruder überlebte Maria. Sie litt ihr Leben lang körperlich und seelisch an den Folgen de Lagerhaft.
Besonders kalt sind die Umstände der Auflösung der Gedenkstätte: Die Familie erfuhr davon nur, weil das Schulamt das Dokumentationszentrum Deutscher Sinti und Roma darum bat, die Schule aus ihrer Liste der Gedenkstätten zu entfernen.
Ausdruck des Unwillens, verantwortungsvoll mit der Geschichte umzugehen PM des Zentralreats der Roma und Sinti
Ort der Erinnerung entsorgt TAZ
“Lobenswertes Entgegenkommen der Reichsbahn” -
Die Deportation der Familie Lehmann Von Hartmut Bohrer
Der "Zug der Erinnerung" wirft der Deutschen Bahn AG vor, den Holocaust-Leugnern in die Hände zu spielen. Das Unternehmen wolle sich Ansprüchen überlebender Deportationsopfer entziehen und beschönige die fördernde Rolle der "Reichsbahn" bei den Massenmorden.
Die Deutsche Bahn (DB) hatte zuvor zur Abwehr von Schadensersatzforderungen ehemaliger Deportierter behauptet, es gebe keine innere Verbindung zwischen den Verschleppungen mit der Bahn und den Greueln in den Konzentrationlagern.
Der Zug der Erinnerung betont dagegen, dass die Reichsbahn konstitutiver Teil der Massenmorde und integrale Systemkomponente des Vernichtungsgeschehens gewesen ist. Da die Bahn sich von den Feststellungen des Zugs der Erinnerung verleumdet fühlt, fordert der Verein den DB-Vorstand auf, Klage zu erheben.
Dementi oder Klageerhebung! Pressemitteilung des Zugs der Erinnerung
Der Zug der Erinnerung hatte vor kurzem angekündigt, dass er vom 29. Mai bis 12. Juni mit einer neuen Ausstellung unterwegs ist, bei der v.a. die Deportationen aus den Niederlanden in das Vernichtungslager Sobibor und der Aufstand in diesem Vernichtungslager stehen.
In diesem Zusammenhang hatte der Zug der Erinnerung schwere Vorwürfe gegen die DB und die Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft (EVZ) erhoben . Geschichtspolitische Nachrichten
Etwa 2000-3000 AntifaschistInnen haben die NPD-Demonstration am 1. Mai mit drei Blockaden rund um den Ostbahnhof verhindert. Insbesondere aufgrund der Blockade der Bahngleise vor dem Ostbahnhof hingen rund 150 Nazis in Hanau fest. Statt vor der EZB in Frankfurt fand die fast ein Jahr lang beworbene Großdemonstration gegen Euro und Großkapital in Hanau statt. Und auch dort formierte sich schnell der Protest gegen die Nazis. Dabei wurde auch der Kleinbus von NPD-Vize Udo Pastörs beschädigt.
Update: In 1.Mai in Frankfurt – Nazifrei! gibt die swing einen guten Überblick über die antifaschistischen Blockaden in Frankfurt sowie die NPD-Demo in Hanau und die spontane Gegenwehr dort.
Der Antifaschistische Ratschlag wertet die
Verhinderung der Nazikundgebung in einer
ersten
Pressemitteilung als großen Erfolg.
1. Mai 2013: Hanau statt Frankfurt Antifaschistisches Infobüro
Rhein-Main
Antifaschistischen Blockaden erfolgreich! Stürmische Zeiten
Stellungnahme vom IAB zum 1. Mai 2013
6.000 PolizistInnen waren am 1. Mai in Frankfurt. Sie stellten von hunderten DemonstrantInnen gegen die Nazi-Demo
die Personalien fest. 30
Menschen wurden in Gewahrsam genommen und vier DemonstrantInnen schwer verletzt.
Bilanz des EA Frankfurt zu den Aktionen am 1. Mai 2013 aktualisierter
Bericht des EA-Frankfurt
In “Erfolgreiche Polizeistrategie”? Überlegungen zum 1. Mai 2013 macht die ANK eine Einschätzung der Aktionen gegen die Nazi-Demo und zum Polizeieinsatz
Nazis flüchten nach Hanau HR
Frankfurt am Main: Bürger verhindern NPD-Kundgebung Spiegel
Doch keine NPD-Demo in Frankfurt FNP
Twitter von Frankfurt Nazifrei
Keine Chance für Nazis FR
Guter Tag für zivilen Ungehorsam FR
Schmährufe gegen Nazis FR zur Kurz-Demo der Nazis in Hanau
Erfolgreiche Blockaden in Frankfurt Mut gegen rechte Gewalt
Neonazi-Marsch durch Hanau BNR
Der braune 1. Mai Eine Zusammenfassung zu den fünf Nazi-Demonstrationen am 1. Mai von publikative
Mehr als 150 Gruppen und Organisationen haben dazu beigetragen, die Nazi-Demo am 1. Mai in Frankfurt zu verhindern. Allein hinter dem Aufruf des Antifaschistischen Ratschlags Rhein-Main standen 120 Initiativen.
Naziaufmarsch verhindern! Für eine befreite Gesellschaft kämpfen! forderte das Bündnis Stürmische Zeiten, dessen Aufruf den antisemitischen Gehalt der nazistischen Kapitalismuskritik hervorhebt. Das Bündnis besteht vor allem aus antifaschistischen und autonomen Gruppen sowie Initiativen aus dem Hochschulbereich.
Der 1. Mai gehört uns! proklamierte der Aufruf des Internationalistischen Aktionsbündnisses.
NoTroika Rhein-Main rief unter Keine „Meinungsfreiheit“ für Nazis, auch nicht vor der EZB! dazu auf, die Nazi-Demo am 1. Mai zu verhindern.
In No Nation. No Crisis erklärte die autonome antifa[f] den Zusammenhang zwischen der Blockade des Naziaufmarsches und der Blockade des deutschen Krisenregimes
Der Kommunist Hans Schwert ist im Alter von 105 Jahren verstorben. Die Trauerfeier ist am 29. Mai um 13.00 Uhr am Frankfurter Hauptfriedhof.
Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten war Hans Schwert im Widerstand aktiv. 1936 verhaftet kam er ins Klapperfeld. Bis zur Befreiung 1945 überlebte er 14 Gefängnisse und Lager.
Lebenslauf Hans Schwert mit Video im Klapperfeld
Portträt Hans Schwerts Trotz alledem!
Die gerade Linie - ganz links FR
In dem Film Die
Erinnerung wachhalten - KPD, Widerstand, Gefangenschaft -- Befreiung
gibt es Interviews mit Hans Schwert und anderen WiderständlerInnen
Lieder und Gedichte aus dem Exil von Hanns Eisler und Bertolt Brecht
Am 24. Mai um 20:00 Uhr im Dachoval,
Matthias-Claudius-Str. 11. Kunst und Gesellschaft
Film über die in Wien geborene Germanistin und Feministin Ruth Klüger.
Als jüdische Jugendliche wurde Ruth Klüger nach Auschwitz verschleppt.
Am 26. Mai um 14:00 Uhr
im
mal seh'n
Gabriela
Herpell interviewt Ruth Klüger SZ
Nur Unversöhnlichkeit
hilft weiter Zeit
Die Bücher von Ruth Klüger Weiter Leben - eine Jugend und
unterwegs verloren sind absolut lesenwert.
Am 6. Mai wurde der Prozess gegen einen Teil des NSU-Terrornetzwerks
eröffnet. NSU-Watch berichtet
direkt aus dem Prozessaal.
Netz gegen Nazis analysiert die
Anklageschrift und gibt einen
Blick in die Medien.
Bei MiGaZin berichtet Semiya Şimşek in
Meine
schlimmste Nacht, wie sie vom Mord an ihrem Vater erfuhr.
Der NSU-Prozess beginnt ohne x-Angeklagte Wolf Wetzel
In der
Terror als Spektakel untersucht Markus Ströhlein die
Boulevardisierung des Nazi-Terrors und ihre Funktion
Buchvorstellung mit Prof. Dr. Werner Sollors, Dr. Julia Faisst und Dr.
Andreas Barth
Am 27. Mai um 18:15 Uhr im Casino am IG
Farben-Haus, Raum 1.801
Fritz
Bauer Institut
Der FAZ-Kommentator Jasper von Altenbockum schreibt in der FAZ vom 7.5.2013:
Extremismus und Terror gehören zu den Gründen, warum eine Minderheit der Muslime nicht integrationswillig ist; das wiederum ist einer der Gründe für islamfeindlichen Extremismus und Terror.
Damit konstruiert Altenbockum einen kausalen Zusammenhang von rechtem Terror und Integrationsverweigerung, in dem die Muslime schließlich mitschuldig am Nazi-Terror werden. Den völkischen Rassismus des NSU-Netzwerks interpretiert er in Islamfeindlichkeit um.
FAZ: “Integrationsunwillige” mitschuldig am NSU-Terror publikative
Gedenken zum 20. Jahrestag des Brandanschlags auf die Familie Genç in
Solingen.
Am 29. Mai gibt es ab 11:00 Uhr auf dem Hülya-Platz
verschiedene Gedenkformen und Gespräche mit ZeitzeugInnen.
Um 18:00 Uhr beginnt eine Kundgebung mit Grußbotschaft der
Familie Genç und Beiträgen von Semiya Şimşek und Gamze Kubaşık (
1.500 bis 2.000 Leute haben am 23. April gegen die Räumung des Institut für vergleichende Irrelevanz (IvI) demonstriert. Die Polizei hatte groß aufgefahren und ein Spalier neben einem großen Teil der Demo aufgezogen. FR, HR, Journal, FNP
Gegen IVI-Räumung und
für autonome Zentren Linksnavigator
IvI Räumung - Ein
Update Indymedia
Das IvI war am 22. April
geräumt worden.
FR-Liveticker, Twitter,
HR
Eine politische Schweinerei FR
Dokumentation und Stellungnahme zur IvI-Räumung des AK Recht
Update: IvI Räumung! swing