Nachrichten zu geschichtspolitischen Ereignissen

Freie Fahrt für den Zug der Erinnerung

Die Bürgerinitiative fordert von der Deutschen Bahn, den Zug der Erinnerung nicht zu behindern und kostenlos fahren zu lassen. Bisher kassiert die Bahn hohe Gebühren für die Strecken- und Bahnhofsnutzung sowie für die Nutzung des Stromanschlusses.
Der Zug der Erinnerung war am 8. November in Frankfurt gestartet und ist jetzt auf dem Weg in die Gedenkstätte Auschwitz. Insgesamt haben mehr als 200.000 Menschen die Ausstellung besucht, in der die Deportation von jüdischen und Roma-Kindern sowie die Rolle der Reichsbahn bei den Deportationen dargestellt wird.

Zug der Erinnerung in Frankfurt gestartet

Der Zug der Erinnerung ist am 8. November2007 in Frankfurt gestartet. Etwa 150 Menschen begrüßten den Zug im Frankfurter Hauptbahnhof. Die Überlebenden Trude Simonsohn und Margot Kleinberger hielten zur Ausstellungseröffnung zwei kurze, bewegende Reden.
In der Ausstellung wird nun auf Bahnhöfen gezeigt, was die Deutsche Bahn nicht zeigen wollte: Biografien ermordeter Kinder und Jugendlicher aus aus Polen, der früheren UdSSR, Norwegen, Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Italien und Griechenland. Außerdem werden die Rolle der Reichsbahn bei den Deportationen und die NAchkriegskarrieren mancher Täter thematisiert. Hessenschau, Tagesthemen, FAZ
Der Zug der Erinnerung war aus der Initiative 11.000 Kinder hervorgegangen. Diese hatte versucht, eine Ausstellung der Söhne und Töchter der Deportierten aus Frankreich auch in deutschen Bahnhöfen zu zeigen, war aber am hartnäckigen Widerstand der Bahn gescheitert. In Frankfurt hatte es zuletzt am 27.Januar 2007 im Hauptbahnhof eine Kundgebung zugunsten der Ausstellung gegeben.

Weißwäscher bei der FAZ

Konrad Löw hat in der FAZ unter der Überschrift „Juden unerwünscht“ veröffentlicht. Darin hat er willkürlich Aussagen von Juden in Deutschland zusammengetragen, die belegen sollen, dass die Mehrheit der Deutschen nicht antisemitisch gewesen seien und die Vernichtung der Juden abgelehnt hätten. Löw ist Mitglied der "Deutschen Konservativen", einer antisemitischen und rassistischen Organisation, die den Brückenschlag der Nazis in die rechte CDU-Ecke versucht. Er hat auch der Deutschen Nationalzeitung schon Interviews gegeben. Unter dem Titel Propagandisten unerwünscht hat das Fritz-Bauer-Institut eine gut begründete Replik veröffentlicht, in der die Argumentation Löws zerpflückt wird.
Bereits in der Vergangenheit war die FAZ dafür kritisiert worden, der "Neuen Rechten" ein Forum zu bieten. So z.B. dem Junge Freiheit-Autor Karl-Heinz Weißmann vom Institut für Staatspolitik.

Protest gegen Vertriebenen-Ausstellung in Frankfurt

Etwa 40 AntifaschistInnen haben am 17. Juni 2007 gegen die Eröffnung der Ausstellung 'Erzwungene Wege - Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts' protestiert. Bericht

Proteste gegen fünfzigstes Kriegsverbrechertreffen in Mittenwald

Am Pfingswochenende 2007 haben wieder mehrere hundert DemonstrantInnen gegen das Treffen der Gebisrgsjäger in Mittenwald demonstriert. Etwa 1500 Veteranen und aktive Gebirgsjägern hatten sich gemeinsam mit einer Delegation der faschistischen Division
Monterosa und ganz "normalen Mittenwaldern" auf dem Hohen Brendten zur Feier ihrer Taten versammelt.. Diese Jahr feierte die Bundesregierung in Gestalt von Staatssekretär Christian Schmidt erstmals seit Jahren wieder mit. Trotz Bergverbots für AntifaschistInnen konnten einige AktivistInnen die Feier der Gebirgstruppe stören.
Mittenwald Fest der Kriegsverbrecher (Indymedia)
Fotos vom 27.5. aus Mittenwald (Indymedia)
Gestörte Gebirgsjäger-Schau (ND, 29.5.2007)
Bergverbot für die Antifa (junge welt, 29.5.2007)
Mittenwald-Blog

Zwangsarbeitergelder sollen für Wirtschaftsförderung genutzt werden

Die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft" soll umgebaut werden. Der Stitungsrat soll verkleinert und der Einfluß der Opferorganisationen reduziert werden. Zumindest ein Teil der Kuratoriumsmitglieder will in Zukunft auch internationale Ausbildungsprojekte fördern. Nachdem die deutsche Wirtschaft die Zwangsarbeiter sowieso billig abgespeist hatte, sollen die geringen Gelder aus der Stiftung also auch noch in die Förderung der Wirtschaft umgelenkt werden.
Kontrolle der "Zwangsarbeiter-Stiftung" durch die Wirtschaft ist geschmacklos Die Linke
Artikelsammlung zum Stand der Entschädigung von Zwangsarbeitern (Labournet)
Die (Nicht-)Entschädigung (AIB 2002)

BRD immun gegen griechische Entschädigungsklagen

Die Angehörigen der Opfer des Massakers von Kalvritha (Griechenland) bekommen von der Bundersrepublik Deutschland keine Entschädigung. Nachdem griechische Gerichte einen Anspruch auf Entschädigung anerkannt hatten, hat nun der Europäische Gerichtshof der BRD die Staatenimmunität attestiert. Bei dem Massaker hatte die Wehrmacht am 13.12.1943 fast 700 ZivilistInnen umgebracht. Presseerklärung des AK Distomo und Presselinks

Proteste im Hauptbahnhof und vor der Börse

Am 26. und 27 Januar protestierten Mitglieder der Anti-Nazi-Koordination und der Initiative 11.000 Kinder für eine Ausstellung zur Deportation von 3 Millionen Juden und hunderttausenden Sinti und Roma mit der Reichsbahn. Mit Transparenten, Schildern und Flyern (Vorder- und Rückseite) wurde über das Projekt und die Desinformationskampangen der Bahn berichtet. Die Deutsche Bahn als Rechtsnachfolger soll eine umfassende Ausstellung zu ihrem Anteil an der Logistik des Todes in Auftrag geben, in der Täter und Opfer Namen und Gesicht bekommen. An dieser Ausstellung müssen selbstverständlich auch die Opferverbände beteiligt werden, insbesondere die Söhne und Töchter der Deportierten in Frankreich, die mit ihrer Ausstellung "11.000 Kinder" die Diskussion in Gang gebracht hatten. Erklärung der Anti-Nazi-Koordination
Bundesweit wurde mit Kundgebungen und Pressekonferenzen in und vor den Bahnhöfen und mit einer Informationsstaffette in den Zügen gegen den Umgang der Bahn mit ihrer Beteiligung am Holocaust und für die Ausstellung demonstriert. Dabei hat die Bahn diemsal massiv versucht, die Kundgebungen in den Bahnhöfen zu verhindern.
Bericht vom bundesweiten Aktionstag auf German-Foreign-Policy
bundesweite Ankündigung
Ankündigung der Anti-Nazi-Koordination.
Beate Klarsfeld kämpft um ihre Bahnhofs-Ausstellung (HR), FR.

Urteil gegen die Mörder von Sant'Anna bestätigt

Bereits am ersten Verhandlungstermin über die Revision im italienischen Sant'Anna-Verfahren wurde am 21. November 2006 das Urteil des Militärgerichts von La Spezia durch das zuständige Militärgericht in Rom bestätigt. Zehn angeklagte ehemalige SS-Angehörige waren am 22. Juni 2005 wegen des Massakers in Sant'Anna zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Verbände der 16. SS-Panzergrenadierdivision hatten am 12. August 1944 560 Zivilisten Sant'Anna die Stazzema in der Toskana ermordet.
Die fünf Revisionsanträge der Verurteilten SS-Leute wurden abgelehnt. Die Anträge von zwei verurteilten Mördern waren hinfällig, da beide diese Jahr verstorben sind. Der in der Wetterau wohnende Heinrich Schendel hatte wie zwei andere SS-Täter keine Revision eingelegt und war damit bereits vorher rechtskräftig verurteilt gewesen.
Zuletzt war die skandalöse Untätigkeit der deutschen Justiz bei der Verfolgung der Mörder von Sant'Anna auf dem bundesweiten Aktionstag am 5./6. Mai thematisiert worden. In Lißberg-Ortenberg in der Wetterau hatten 70-80 Menschen vor dem Haus des verurteilten Mörders Heinrich Schendel demonstriert.
Weitere Informationen zum Massaker von Sant'Anna und dem Prozess gibt es bei partigiani.de

Kundgebung für Ausstellung über Deportationen

Am 9. November versammelten sich gut 40 Menschen um 7:00 Uhr früh zu einer Protestaktion vor dem Verwaltungsgebäude der Deutschen Bahn im Frankfurter Gallus auf. Mit einer Rede und Flyern wurden Beschäftigte und AnwohnerInnen über die Weigerung des Bahnchefs Mehdorn informiert, eine Ausstellung über die Deportation von 11.000 Kindern in die Vernichtungslager in deutschen Bahnhöfen zu zeigen. FR, Aufruf
Bundesweit fanden am 9. November über 20 Veranstaltungen statt, auf denen sich für die Ausstellung 11.000 Kinder eingesetzt wurde.
Siehe auch: Streit über Ausstellung zur Deportation eskaliert

Streit über Ausstellung zur Deportation eskaliert

Seit mehr als zwei Jahren weigert sich die Deutsche Bahn die Ausstellung "11000 Kinder - Mit der Reichsbahn in den Tod" auf Bahnhöfen in Deutschlaand zu zeigen. Zahlreiche Demonstrationen in und vor den Bahnhöfen und Informationsveranstaltungen hatten an der Betonhaltung von Bahnchef Mehdorn nichts ändern können. Auch die Vermittlungsversuche des Bundesverkehrsministers Tiefensee Tiefensee waren gescheitert. Nun ist es zwischen Mehdorn und Tiefensee offensichtlich zum Eklat gekommen. Tiefensee verließ vorzeitig ein Treffen mit Bahnchef Mehdorn, als dieser sich erneut weigerte. (german-foreign-policy.com)
Die Ausstellung war von den "Söhnen und Töchtern der Deportierten erstellt worden und in 18 Bahnhöfen in Frankreich gezeigt worden.

Entschädigung für die Opfer der deutschen Besatzung

Am 29. September hat der Europäische Gerichtshof mit der Anhörung der Opfer des Massakers von Kalavryta begonnen. Griechische Gerichte hatten Deutschland zur Zahlung von Entschädigungen an die Opfer verurteilt. Deutschland beruft sich dagegen auf die "Staatenimmunität" und verweigert jede Zahlung an die Überlebenden und ihre Nachkommen. Zur Pressemitteilung des AK Distomo

Gebirgsjägertreffen in Mittenwald gestört

300 bis 500 Menschen haben am 27. und 28. Mai 2006 in Mittenwald gegen die Verherrlichung der Taten der Gebirgsjäger im Zweiten Weltkrieg demonstriert. Auf dem zuvor stattgefundenen Hearing haben VertreterInnen französischer und slowenischer Partisanenverbände von der deutschen Besatzung und ihrem Widerstand dagegen berichtet. Während der Feierlichkeiten der Gebirgsjäger auf dem Hohen Brendten konnte ein Protesttransparent gehisst werden. Indymedia, Infoladen Ludwigsburg
Weitere Infos und Aufrufe unter Angreifbare Traditionspflege

Demonstration in Ortenberg/Lißberg gegen einen der Mörder von Sant'Anna

70-80 Menschen demonstrierten am 5. Mai 2006 in Ortenberger Ortsteil Lißberg (Wetterau) ihre Solidarität mit den Opfern des Massakers der Waffen-SS in Sant'Anna di Stazzema. 560 Menschen, fast ausschließlich Frauen, Kinder und Greise, waren dort ermordet worden.
Zum ganzen Artikel

Deutsche Bahn gibt nach

Die Ausstellung der Söhne und Töchter der Deportierten über den Transport von 11.000 Kindern mit der Bahn in die Vernichtungslager wird entgegen den ursprünglichen Absichten der Deutschen Bahn jetzt doch auf deutschen Bahnhöfen gezeigt. Telepolis
Immer wieder hatten AntifaschistInnen gegen das ignorante und geschichtsverdrängende Verhalten der Deutschen Bahn protestiert und in Bahnhöfen für die Ausstellung geworben.

Gedenkplatte für Günter Sare

Die Gedenkplatte zum Tod Günter Sares ist nun fertig. Sie wurde am 11. März anläßlich der Konferenz zu Peter Gingolds 90. Geburtstag dem wohlwollenden Publikum vorgestellt.
Günter Sare Dokumentationsseite

Bahn lehnt Ausstellung zur Deportation endgültig ab

Die Deutsche Bahn hat es endgültig abgelehnt, eine Ausstellung über die Deportation von 11.000 jüdischen Kindern aus Frankreich in einigen Bahnhöfen zu zeigen. Die Ausstellung könne nicht gezeigt weden, da dies dne Sicherheitsbestimmungen widerspräche und Bahnhöfe keine "würdigen" Orte der Erinnerung seien. Angesichts sechzigjähriger Untätigkeit wirken die Argumente der Bahn allerdings wenig glaubwürdig.
TAZ, Indymedia

Erstellt wurde die Ausstellung von den "Töchtern und Söhnen der deportierten Juden Frankreichs". Sie wurde in zahlreichen französischen Bahnhöfen gezeigt, ohne die Würde der Opfer verletzt zu haben.
Metropolis

Zuletzt wurde am 27. Januar diesen Jahres in Köln, Wuppertal und anderen Bahnhöfen gegen die Haltung der Deutschen Bahn demonstriert. Auch in Frankfurt gab es bereits mehrere Kundgebungen für die Ausstellung

20. Todestag von Günter Sare

Zum 20. Todestag von Günter Sare trafen sich am am 28. September 2005 gut 120 Menschen. Auf der Kundgebung erzählte zunächst Peter Gingold von der Situation von AntifaschistInnen in der frühen BRD. Im Anschluss daran schilderte ein Kollege aus der LAGG die Auseinandersetzung zum Gedenken an die KZ-Arbeiter in den Adlerwerken. Danach wurde vom erfolgreichen antifaschistischen Widerstand gegen die bundesweiten Demonstrationen der NPD in Frankfurt in den 70er Jahren berichtet. Es folgten Informationen zum Auschwitzprozess, der von 1963-65 im Haus Gallus stattfand. Mit einem Bericht vom Abend des 28. September 1985 endete das "Erzählcafé im Freien", dem noch eine Demonstration folgte. Aufruf zur Kundgebung
Update: Redebeiträge zum Auschwitzprozess und zum Todestag Günter Sares

Günter Sare starb bei einem Wasserwerfereinsatz der hessischen Polizei. Er hatte an einer Kundgebung gegen eine Wahlkampfveranstaltung der NPD im Bürgerhaus Gallus teilgenommen.

Wir dokumentieren einige autonome und andere linke Flugblätter und Zeitungsartikel aus dem Herbst 1985 zum Tod Günter Sares und die damals vom Libertären Zentrum herausgegebene Dokumentation zu den Ereignissen nach dem Tod von Günter Sare

25 Jahre Oktoberfestattentat

Am 26. September 1980 verübte der Nationalsozialist Gundolf Köhler einen Sprengstoffanschlag auf das Münchner Oktoberfest. Mitten im Bundestagswahlkampf des Kandidaten Strauss wurden 13 FestbesucherInnen getötet und mehr als 200 verletzt.
Zum ganzen Artikel und weiterführenden Links

Protest gegen Bahn im Frankfurter Hauptbahnhof

am 10. Juni 2005 protestierten etwa 100 AntifaschistInnen im Frankfurter Hauptbahnhof gegen die Ignoranz der Deutschen Bahn. Die Bahn hatte sich geweigert, eine von den Söhnen und Töchtern der Deportierten erstellte Ausstellung zur Deportation von 11.000 jüdischen Kindern aus Frankreich in deutschen Bahnhöfen zu zeigen.
Junge Welt, FR v. 11.6., Neue Presse, FAZ

Auch der Zentralrat der Juden in Deutschland hat sich dem Apell zugunsten der Austellung angeschlossen.

Ankündigung der Anti-Nazi-Koordination, Informationen zur Deutschen Außenpolitik, Mobilisierungsplakat und Postkarte
Kurze Darstellung der Rolle der Reichsbahn bei der Ermordung der europäischen Juden auf deathcamps.org

Bereits am 27. Januar 2005 hatten gut 50 DemonstrantInnen an die Deportation jüdischer Kinder aus Frankreich nach Auschwitz erinnet. Die Reichsbahn hatte diese Deportationen in enger Abstimmung mit dem Reichssicherhauptamt durchgeführt. Im Frankfurter Hauptbahnhof wurden etwa eineinhalb Stunden lang die Fotos einiger deportierter Kinder und Jugendlicher gezeigt, Flugblätter verteilt und Redebeiträge verlesen.

Einen ausführlichen Bericht von den Aktionen in verschiedenen Bahnhöfen gibt es bei der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.
Eine zusammenfassende Darstellung der Rolle der Reichsbahn bei der Ermordung der europäischen Juden findet Ihr auf deathcamps.org

Die Bundesbahn hatte die Anfrage der Söhne und Töchter der Deportierten aus Frankreich, eine Ausstellung zu diesem Thema auch auf deutschen Bahnhöfen zu zeigen, in äußerst brüsker Weise zurückgewiesen.
Weitere Infomationen zur Ausstellung und zum Verhalten der Deutschen Bahn unter german-foreign-policy
Ähnliche Veranstaltungen gab es in Dresden, Leipzig und Hamburg

Mörderische Tradition erfolgreich angegriffen

Mit einem außerordentlich interessanten Hearing, mehreren Demonstrationen mit bis zu 600 AntifaschistInnen und einer kurzzeitigen Blockade der Zufahrt nach Mittenwald wurden die Kriegsverbrechen der Gebirgsjäger in die Öffentlichkeit gebracht. Außerdem wurden die Veteranen und ihr Anhang mit den von ihnen geleugneten und verharmlosten Verbrechen konfrontiert.
Zusammenfasssender Bericht auf Indymedia, mit Links zu den Einzelberichten. Hintergrund-Infos beim AK Angreifbare Traditionspflege auf dessen Presseseite gibt es eine großen Pressespiegel

Norbert-Wollheim-Platz

Seit Jahren fordern Überlebende des Konzentrationslagers Buna-Monowitz (Auschwitz III) die Umbennung des Grüneburgplatzes am IG Farbenhaus in Norbert-Wollheim -Platz. Norbert Wollheim hatte die IG Farben in den 50er Jahren erfolgreich auf Entschädigung für die erlittene Zwangsarbeit in dem IG-eigenen KZ verklagt. Mit dem neuen Namen soll an die Leiden der Opfer ebenso wie an ihren Kampf um Entschädigung erinnert werden. Die Initiative "Norbert-Wollheim-Platz" hat dazu jetzt eine Unterschriftenkampange gestartet.

Resolution der Überlebenden des KZ Monowitz
"Ein Minimum an Erinnerungspflicht" von Werner Renz in der FR
Weitere Informationen zu den IG Farben, FAZ

Gedenken an die in Auschwitz ermordeten Sinti und Roma

Am 16. Dezember gedachten 30 Menschen der ermordeten Roma und Sinti anläßlich des 60. Jahrestages des Auschwitzerlasses. Der Vorsitzende der Roma-Union, Leika-Peter Böttcher, hielt die Gedenkrede

Steinbach gegen kritischen Journalisten

Die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen (BdV) und CDU-Politikerin Erika Steinbach klagt erneut gegen einen kritischen Journalisten. Diesmal trifft es Ekkehard Jänicke, der in seinem Artikel "Die ehrenwerten Kreise hinter Herrn Hohmann" auch über die Verbindungen dieses Antisemiten zu Frau Steinbach berichtet hatte. Viele der nun beanstandeten Zitate hatte Steinbach in anderen Zeitungen klaglos hingenommen. Sie geht wieder einmal gegen einen "freien" Journalisten vor, der keine Rücklagen hat, um das Prozessrisiko zu tragen. Solidarität mit dem Kollegen kann über die Website von Labournet geleistet werden.
Informationen zum weitgehend erfolglosen Verfahren Steinbachs gegen Gabriele Lesser bei Hagalil, breite polnische Solidaritätserklärung
Weitere Informationen zum Bdv

70 DemonstrantInnen gegen BdV in Frankfurt

Am 12. September haben im Frankfurter Stadtteil Bornheim gut 70 Menschen gegen die Politik des Bundes der Vertriebenen (BdV) und dessen Vorsitzende Erika Steinbach demonstriert. Anlaß war die Feier des "Tag der Heimat" im dortigen Bürgerhaus.
Die Jugend-Antifa gab einen Überblick über die unrühmliche Geschichte des BdV . Die Sinistra wies in ihrem Beitrag unter dem Motto "Das aggressive Selbstmitleid der Täter stören!" darauf hin, dass die Umgesiedelten bereits durch den Lastenausgleich der 50er Jahre mehr als genug "entschädigt" wurden, während die Opfer Deutschlands teils gar nicht und teils unzureichend restituiert wurden. In einem weiteren Beitrag wurde darauf hingewiesen, dass die entsprechenden Forderungen außerdem dem internationalen Recht widersprechen. Ein Beitrag der Antifa (f) setzte sich mit der rot-grünen Form der "Vergangenheitsbewältigung" und der Rolle Deutschlands bei der Formierung Formierung Europas zu einem imperialistischen Zentrum außeinander. Außerdem wurde sich mit den Betroffenen der Hausdurchsuchungen im Kontext des Mobilisierungs-Aufklebers für die Demonstration am 9. November solidarisiert .
Presseberichte gibt es in der FNP und in der FAZ
Eine kommentierte Linkliste zum BdV findet Ihr hier

Gedenken an ermordete Roma und Sinti

Am 2. August haben in Frankurt etwa 30 Menschen dem 60. Jahrestag der Ermordung von 2900 Roma und Sinti in Auschwitz gedacht.

Vertriebenen-Veranstaltung gestört

AntifaschistInnen haben eine Veranstaltung des Bundes der Vertriebenen (BdV) auf dem Hessentag in Heppenheim am 19. Juni 2004 kurz gestört. Indymedia
Infos und Links zum BdV

Frankfurt ehrt Kurt Thomas nicht

Das Stadtparlament hat am 17. Juni beschlossen, den Probensaal im "Haus der Chöre" im Dornbusch nicht nach dem Leiter der NS-Musikschule Kurt Thomas zu benennen und auch auf andere Ehrungen Thomas' zu verzichten. Kurt Thomas war als Leiter des musischen Gymnasiums ein Profiteur und Propagandist des NS-Regimes. Deshalb hatte ein ungewöhnlich breites Spektrum von autonomer Antifa und DGB bis zu Repräsentanten der ev. Kirche und des Fritz-Bauer-Instituts gefordert, auf die Ehrung von Thomas am zu verzichten.
Aufruf zur Absage der Ehrung
Weitere Fakten zu Kurt Thomas
Im Kontext mit der gescheiterten Ehrung Kurt Thomas' wurde am 6. März 2005 der Vortrag Evangelische Kirchenmusik und Nationalsozialismus in der Alten Nikolaikirche Frankfurt a.M. gehalten

Mörderische Tradition angegriffen

Etwa 400-500 AntifaschistInnen haben an Pfingsten gegen das Traditionstreffen der Gebirgsjäger in Mittenwald demonstriert und den Tätern von Distomo und zahlreichen anderen Massakern zumindest unsere Verachtung gezeigt.
Auf der Kundgebung und dem Symposion am Samstag kamen auch Opfer der Gebirgsjäger und Kämpfer der Resistance zu Wort. Die Kameraderie vieler EinwohnerInnen mit den Tätern konnte dadurch aber erwartungsgemäß nicht durchbrochen werden. Ein jüdischer Überlebender wurde von einem Mittenwalder gar mit den Worten beschimpft: "Dich hat man vergessen zu vergasen!" Die ansonsten omnipräsente Polizei wollte die Anzeige dagegen wegen "Überlastung" zunächst nicht aufnehmen. Dafür wurden "Beleidigungen" wie "BRD, Bullenstaat ..." unnachsichtig verfolgt. Trotz der extrem autoritären Auslegung von Demokratie durch die bayrische Polizei war die Demonstration lautstark und für heutige Verhältnisse sogar relativ kämpferisch. Immer wieder wurden die Entschädigung aller Opfer gefordert und die NS-Täter an ihre Niederlage erinnert.
Am Pfingstsonntag wurden die "alten Kameraden" und ihre jüngeren Fans ebenfalls mit den Verbrechen der Gebirgsjägertruppe konfrontiert. Dies hat sie teilweise erkennbar geärgert, war aber wohl nicht mehr als lästig.
Weitere Berichte:
Bericht von der Demo am Samstag auf Fotos
»Die Mörder sind unter uns!« (Junge Welt), Weitere Fotos und Bericht (Indy)
Neu: Wo der alte Ungeist fortlebt (guter Bericht auf Hagalil)
Weitere Informationen unter Mittenwald - angreifbare Traditionspflege,
Mörder unterm Edelweis in der Jungle World

Das IG Farben-Vermögen gehört den Zwangsarbeitern!

Auf die Versuche der IG Farben I.A. Vermögensansprüche gegenüber der Schweizer Bank UBS geltend zu machen, haben ehemalige Häftlinge eine Resolution veröffentlicht.
Bericht in der Jungle World
Weitere Infos zur Geschichte der IG Farbe

Revanchisten-Gedenken gestört

Zwei Veranstaltungen des revanchistischen BFF zum Gedenken an die Bombardierung Frankfurts wurden am 22. März 2004 gestört.
Zum Bericht

Deutscher Kolonialismus

Ist der akuelle Schwerpunkt der Hefte des Iz3W zu einem in Deutschland weitgehend verdrängten und banalisierten Thema. Besonders interessant ist die Darstellung der Kontinuitäten des deutschen Kolonialismus zum Nationalsozialismus und darüber hinaus. Die Beiträge zeigen Parallelen zwischen den von deutschen Kolonialtruppen begangenen Massenmorden an Maji-Maji und Herero und der Ermordung der europäischen Juden auf, machen aber auch die Grenzen eines solchen Vergleichs deutlich
Zu den Beiträgen

Blockadeaktion gegen Riefenstahlfilme

Unter dem Titel "In Memoriam: Leni Riefenstahl" und mit einem lobhudelnden Ankündigungstext wollte das Deutsche Filmmuseum den zweiteiligen Olympiafilm "Fest der Völker" und "Fest der Schönheit" zeigen. Gegen diese unkritische Rezeption Riefenstahls protestierten am 10. Januar 2004 etwa 25 DemonstrantInnen und blockierten den Eingang zum Filmsaal für eine dreiviertel Stunde. Zum Bericht

IG Farben i.A. im Konkurs

Etwa 35 DemonstrantInnen begleiteten am 10. November die Pressekonferenz der IG Farben i.A. im Bürgerhaus Dornbusch. Sie protestierten dagegen, dass die Liquidation so lange verzögert wurde, bis kein Geld mehr für die Entschädigung der Opfer übrig blieb.
Erklärung der Initiative gegen IG Farben
Infos zum Konkursverfahren und zur "Insolvenz" und Bilder von der Protestaktion
Sieg durch Pleite von Tjark Kunstreich
Zahlreiche weitere Informationen zur Geschäftspolitik und der Insolvenz der IG Farben finden sich bei den Kritischen Aktionären
Weitere Informationen zu den IG Farben

200 gegen Vertriebenenzentrum

Am Jahrestag des Novemberpogroms 2003 haben etwa 200 DemonstrantInnen in Frankfurt gegen das geplante "Zentrum gegen Vertreibung" demonstriert. Die Demonstration unter dem Motto "Heimat vertreiben - etwas besseres als die Nation finden wir überall" führte vom jüdischen Friedhof über das Haus der Vertriebenen zum Haus der BdV-Vorsitzenden Erika Steinbach. Kurz nach Beginn der Auftaktkundgebung prügelte die Polizei unprovoziert auf DemoteilnehmerInnen ein, die die Aufhebung der Kontrollen gefordert hatten. Aufgerufen hatten die autonome.antifa [f] und die KP-Berlin
Presseerklärung der autonomen Antifa(F)
Bilder1, Bilder2 und Bilder3
Redebeitrag zum Novemberpogrom
Redebeitrag von Kritik und Praxis
Kritik der Gruppe PanK am Aufruf
Unter Feindesland findet Ihr zahlreiche Texte zur Politik des BdV und zur Vorsitzenden Steinbach. Eine Linkliste zu den Beneš-Dekreten und der Politik der Sudetendeutschen Landsmannschaft gibt's bei der Sinistra

Geschichte wird von Menschen gemacht

Im April 2003 fand in Berlin eine Veranstaltung zum 60ten Jahrestag des Aufstands im Warschauer Ghetto statt. Auf dem Podium führte Ingrid Strobl ein Gespräch mit Jadwiga Garonska (Warschau), Teresa Wieczorek (Warschau), Jerzy Piekielny (Lodz) und Ludwik Hoffmann (Lodz) aus Polen. In der Podiumsdiskussion werden die Vielfäftigkeit und die Bedingungen jüdischen Widerstands deutlich.

Protest gegen Revanchisten-Konzert in Frankfurt

Etwa 40 Leute protestierten am 17. Februar 2002 gegen ein Benefiz-Konzert zugunsten des von Erika Steinbach und dem "Bund der Vertriebenen"(BdV) geplanten "Zentrum gegen Vertreibung" vor der Paulskirche. Die Transparente wandten sich gegen das Münchner Abkommen und verteidigten die Umsiedlung insbesondere der Sudetendeutschen mit deren mehrheitlicher Beteiligung an der Zerschlagung der Tschescheslowakei, was die "Vertriebenen" sichtbar ärgerte.
Aufruf des Arbeitskreis gegen Revanchismus und Kriegstreiberei
Geschichte des BdV bis 1996 unter Nie wieder Heimat
Neuere Texte zum BdV finden sich bei der Antifaschistischen Gruppe im Prenzlauer Berg
Grenzenlose Heimat für "Sudetendeutsche"? Von Jörg Rensmann bei Hagalil
"Tschechien wehrt sich gegen die Vertriebenen" heißt das Special der Jungle World mit den Beiträgen Keinen Fußbreit der Kolonne von Pascal Beucker, Heimat, die sie meinen von Klaus Thörner und Ein würdiger Erbe von Tjark Kunstreich

Kurzbericht von den Protestaktionen zur IG Farbenhauptversammlung am 17.9.2001

Vor der Stadthalle in Bergen-Enkheim versammelten sich gut 120 AntifaschistInnen um gegen die Fortexistenz dieser Verbrecherfirma zu protestieren. In der Stadthalle störten etwa 25 DemonstrantInnen den Beginn der Aktionärsversammlung, indem sie vor dem Podium ein Transparent zur Auflösung der IG Farben entrollten und Sprechchöre riefen ("IG Farben hier und heute, Mörder teilen ihre Beute").
Da leider nicht mehr Leute in der Halle aktiv waren, konnte der gewohnt ruppig bis brutal vorgehende Sicherheitsdienst die DemonstrantInnen in etwa 5-10 Minuten aus dem Saal schmeißen. Danach meinte die Polizei noch die Personalien feststellen zu müsssen.
Wir halten es für richtig, die Hauptversammlung nicht störungsfrei ablaufen zu lassen und werten es als Erfolg, daß sie zumindest kurzfristig unterbrochen wurde.
Kleine Presseschau
Fotos von der IG Farben Hauptversammlung von der Gruppe "Arbeiterfotografie"
Weitere Informationen über die IG Farben

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