Die Initiative "Faites votre jeu!" hat eine Website zur Geschichte des Polizeigefängnisses Klapperfeld online gestellt.
21 Opferorganisationen aus Polen, Weißrußland, der Ukraine und Rußland fordern von der Deutschen Bahn als Erbe der Reichsbahn Entschädigung für ihre Deportation. "Die historischen Nachfolger der 'Deutschen Reichsbahn' müssen ihrer moralischen und finanziellen Pflicht endlich nachkommen" heißt es in der am 26. März verabschiedeten Warschauer Erklärung.
Bundesregierung und DB lehnen Entschädigungen für die oft sehr armen Überlebenden ab. Zug der Erinnerung, German Foreign Policy, IKG Wien, Deutsche Welle
Etwa 100 Menschen beteiligten sich am 22. März am antifaschistischen Stadtspaziergang gegen das Glockengeläut zum Jahrestag der Bombardierung Frankfurts. Wegen einer falschen Zeitplanung der Veranstalter fandensich nach einer Pause zum ökumenischen Gedenkgottesdienst nur noch 40 Personen zur "Begrüßung" des rechten Stadtverordneten Hübner (BFF) und des CDU-Kirchenezernenten Becker ein. FR, Aufruf der autonomen antifa[f], Redebeiträge folgen.
Die Stadt Frankfurt will den Opfern ihrer Bombardierung vor 66 Jahren mit einem ökumenischen Gottesdienst und dem Geläut zahlreicher Innenstadtkirchen gedenken. Dabei wird die Trauer um die Toten zur Relativierung der Opfer der deutschen Verbrechen genutzt.
Glockenläuten für wen? Kommentar der ANK
Glocken der Nikolaikirche blieben still
Die Glocken der Nikolaikirche haben sich nicht am Geläut beteiligt. Der Vorstand der zur Nikolaikirche gehörenden Paulsgemeinde sah nicht ein, dass die Glocken für die Toten der Bombardierung Frankfurts, aber nicht für die ermordeten Juden läuten sollen. Tiefer die Glocken nie klingen!? Gemeindeblatt (S.3)
Vor 125 Jahren ging die "Kongo-Konferenz" in Berlin am 26. Februar 1885 zu Ende. Auf der Konferenz teilten die Kolonialstaaten Afrika unter sich auf. Die Konferenz sollte gegensätzliche Interessen der imperialistischen Staaten lösen. Der Anteil der von europäischen Ländern beherrschten Teile Afrikas wuchs in den folgenden 25 Jahren von 10% auf 90%. Die neu gezogenen Grenzen zeschnitten die bisherigen Lebens- und Wirtschaftsräume. Neben den europäischen Kolonialmächten nahmen auch die USA und das Osmanische Reich an der Konferenz teil.
125 Jahre Berliner Afrika.Konferenz
Künstliche Grenze, natürliches Afrika? (Helmut Bley, Freiburg-Postkolonial)
Telepolis, WikiPedia, DW
Die Deutsche Bahn will in Polen in den Personenverkehr einsteigen und dort auf wichtigen Strecken eigene Züge einsetzen. Telepolis
Polnische Opferverbände haben dies zum Anlaß genommen, Entschädigungszahlen für Deportatierten zu fordern. Die oft bitter armen Opfer können zum Teil nicht einmal ihre medizinische Versorgung bezahlen. Die noch lebenden Bahndeportierten in Polen erwarten nun zumindest eine humanitäre Geste der Bahn. Tagesschau, NPD-Blog, Zug der Erinnerung
Klage gegen ungarische Staatsbahn MAV in den USA
93 Opfer der Deportationen aus Ungarn haben die Staatsbahn MAV verklagt. Sie fordern 1,24 Milliarden Dollar (knapp 900 Mio €). Das Bezirksgericht Illinois hat die Sammelklage als formal berechtigt zur Verhandlung zugelassen. Pester Lloyd
Otto Graf Lambsdorff, der Netzwerker des Kapitals mit dem großen Herzen für NS-Verbrecher, ist tot. In den meisten Nachrufen wird Lambsdorff für seine "Verdienste um die Zwangsarbeiter-Entschädigung" gerühmt. Dass diese Verdienste großen Teils in der Rechtssicherheit für die Täterfirmen und dem Ausschluss der italienischen Zwangsinternierten von Leistungen bestand, wird dabei zumeist nicht erwähnt. Daran erinnert allerdings Stephan Stracke in Zur Not verhandeln wir mit dem Teufel - Ein etwas anderer Nachruf auf Otto Graf Lambsdorff
Unterhändler mit Vorgeschichte Interview mit Stephan Stracke in der jungle world
Am 30. November begann der Prozess gegen Iwan Demjanjuk. Demjanjuk war als ukrainischer Kollaborateur (Trawniki) Aufseher im Vernichtungslager Sobibor. In Sobibor waren von Mai 1942 bis zum Aufstand im Juli 1943 etwa 250.000 Juden ermordet worden. Ganzer Artikel
Im Klapperfeld wurden am 10. August die Austellung zur Geschichte des Klapperfeld-Gefängnisses eröffnet. Sie wird dauerhaft zu sehen sein und nach und nach erweitert werden. FR, FNP
30 Menschen nahmen am 2. August an der Gedenkveranstaltung des Förderverein Roma anlässlich des 65. Jahrestages der Liquidation des „Zigeunerlagers“ Auschwitz teil.
Seit einem Jahr versucht der Kameradenkreis der Gebirgsjäger die Wahrheit über die Verbrechen der Gebirsgstruppe und die Gesschichte des Kameradenkreises verbieten zu lassen. Damit ist er nun zum dritten Mal gescheitert.
Die Dokumentation (pdf-Datei, 3,3 MB) der VVN über den Schutz für Kriegsverbrecher durch den Kameradenkreis kann daher unverändert verbreitet werden. VVN
Die "Nachrichten zu geschichtspolitischen Ereignissen" sind in den letzten Jahren zu umfangreich geworden. Zuletzt war die Seite auf fast 60 KB angewachsen und überschritt damit die für 56K-Modems erträgliche Größe (60 KB brauchen bei Modemverbindungen mindestens 11 Sekunden reine Übertragungszeit, dazu kommen die Auflösung des Domainnamens über einen DNS-Server und der Aufbau der Seite im Browser, zusammen etwa 15 Sekunden. Bei schlechter Verbindungsqualität noch wesentlich länger. Daher mußte die Seite verkleinert werden. Dazu wurden die NAchrichten hier auf der Seite stark gekürzt und die Beitträge auf andre Seiten ausgelagert. Nu enstanden sind dadurch die Unterseiten zur Verurteilung von Kriegsverbrechern in Europa und über Gerichtsurteile zur "Wiedergutmachung" , Mittenwald, Protesten gegen Bahn, IG-Farben-Proteste, und zu Aktionen gegen Steinbach und den Bund der Vertriebenen.
In Mittenwald nahmen am 30. Mai 2009 etwa 200 Menschen an der Enthüllung eines Denkmals für die Opfer der Gebirgsjäger im Zweiten Weltkrieg teil. Mittenwald 2009
Am 17. Mai 2009 demonstrierten 30 Menschen vor dem Haus des Kriegsverbrechers Heinrich Schubert. Die Demonstration richtete sich gegen die Verschleppung der Anklage durch die Staatsanwaltschaft Darmstadt. Ganzer Artikel
Am 1. Mai 1929 schossen Polizisten in Berlin auf eine unbewaffnete Demonstration, 33 Menschen wurden getötet, etwa 200 verletzt. Insgesamt schoss die Polizei 11.000 Kugeln auf DemonstrantInnen und AnwohnerInnen ab. Zuvor hatten Polizeipräsident Zörgiebel (SPD) und der preußische Inneminister Grzesinski (SPD) das Verbot aller Demonstrationen am 1. Mai bestätigt. Viele der Toten hatten nicht einmal an den verboteten Mai-Demos der KPD teilgenommen. Ganzer Beitrag und Links zum Blutmai.
Italienische und griechische Gerichte haben Deutschland in letzter Instanz zu Reparationszahlungen wegen des SS-Massakers in Distomo verurteilt. Ganzer Artikel und Links
Im vom Ministerpräsidenten Oettinger herausgegebenen Liederbuch der CDU Baden-Württembergs ist auch das “Panzerlied” enthalten. Das Lied des NS-Dichters Kurt Wiehle verherrlicht den Krieg und hat die Melodie des SS-Liedes „Die eiserne Schar“.
Die CDU BaWü will das Liederbuch nun nicht mehr ausliefern. Die bereits ausgeliederten Liederbücher zurückrufen möchte Mitherausgeber und CDU-Generalsekrerär Strobl jedoch nicht: "Wir lehnen Bücherverbrennungen ab." Und hat damit schon wieder einen unpassenden NS-Vergleich gemacht. Neues Motto der CDU: "Wir können alles, außer Geschichte!" Hagali, SZ
Am 22. März 2009 folgten etwa 25 Menschen der Aufforderung der Bürger für Frankfurt (BFF), der Bombardierung Frankfurts durch eine Trauerkundgebung auf dem Römer zu Gedenken und zugleich die Kriegsverbrechen zu relativieren. Zum ganzen Text
In Litauen wird gegen ehemalige jüdische Partisanen ermittelt, die während und direkt nach dem Zweiten Weltkrieg Litauer getötet haben sollen. Ganzer Artikel und Links
Das vom Bund der Vertrieben (BdV) und seiner Vorsitzenden Erika Steinbach seit langem geforderte "Zentrum gegen Vertreibung" ist nun von der Bundesregierung beschlossen und finanziell abgesichert worden. Eine entsprechende Stiftung soll unter dem Dach des Deutschen Historischen Museums gegründet werden. Proteste gegen Vetriebene
Der Bundestag weigert sich nach wie vor, den Völkermord an den Herero und Nama anzuerkennen. Ein Antrag der Linkspartei, der auch Reparationen vorgesehen hatte, war Ende Juni von allen anderen Fraktionen abgelehnt worden. Die Grünen forderten stattdessen einen Versöhnungsdialog mit Namibia. Ganzer Artikel
Vom 6. bis 14. Juli 1938 trafen sich Delegierte aus 32 Ländern in Evian, um über die Aufnahme jüdischer Flüchtlinge aus dem Deutschen Reich zu verhandeln. Allen Appellen für die bedrohten Juden in Deutschland und Österreich zum trotz blieben die Tore ins Exil geschlossen. Zum ganzen Artikel und zahlreichen Links
Die Bürgerinitiative fordert in einem Anfang 2008 veröffentlichen Aufruf von der Deutschen Bahn, den Zug der Erinnerung nicht zu behindern und kostenlos fahren zu lassen. Bisher kassiert die Bahn hohe Gebühren für die Strecken- und Bahnhofsnutzung sowie für die Nutzung des Stromanschlusses.
Der Zug der Erinnerung ist am 8. November 2007 in Frankfurt gestartet. Etwa 150 Menschen begrüßten den Zug im Frankfurter Hauptbahnhof. Die Überlebenden Trude Simonsohn und Margot Kleinberger hielten zur Ausstellungseröffnung zwei kurze, bewegende Reden. Ganzer Artikel
Konrad Löw hat in der FAZ einen Artikel unter der Überschrift „Juden unerwünscht“ veröffentlicht. Darin hat er willkürlich Aussagen von Juden in Deutschland zusammengetragen, die belegen sollen, dass die Mehrheit der Deutschen nicht antisemitisch gewesen seien und die Vernichtung der Juden abgelehnt hätten. Löw ist Mitglied der "Deutschen Konservativen", einer antisemitischen und rassistischen Organisation, die den Brückenschlag der Nazis in die rechte CDU-Ecke versucht. Er hat auch der Deutschen Nationalzeitung schon Interviews gegeben. Unter dem Titel Propagandisten unerwünscht hat das Fritz-Bauer-Institut eine gut begründete Replik veröffentlicht, in der die Argumentation Löws zerpflückt wird.
Bereits in der Vergangenheit war die FAZ dafür kritisiert worden, der "Neuen Rechten" ein Forum zu bieten. So z.B. dem Junge Freiheit-Autor Karl-Heinz Weißmann vom Institut für Staatspolitik.
Etwa 40 AntifaschistInnen haben am 17. Juni 2007 gegen die Eröffnung der Ausstellung 'Erzwungene Wege - Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts' protestiert. Bericht
Am Pfingswochenende 2007 haben wieder mehrere hundert DemonstrantInnen gegen das Treffen der Gebisrgsjäger in Mittenwald demonstriert. Mittenwald 2007
Die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft" soll umgebaut werden. Der Stitungsrat soll verkleinert und der Einfluß der Opferorganisationen reduziert werden. Zumindest ein Teil der Kuratoriumsmitglieder will in Zukunft auch internationale Ausbildungsprojekte fördern. Nachdem die deutsche Wirtschaft die Zwangsarbeiter sowieso billig abgespeist hatte, sollen die geringen Gelder aus der Stiftung also auch noch in die Förderung der Wirtschaft umgelenkt werden.
Kontrolle der "Zwangsarbeiter-Stiftung" durch die Wirtschaft ist geschmacklos Die Linke
Artikelsammlung zum Stand der Entschädigung von Zwangsarbeitern (Labournet)
Die (Nicht-)Entschädigung (AIB 2002)
Die Angehörigen der Opfer des Massakers von Kalvritha (Griechenland) bekommen von der Bundersrepublik Deutschland keine Entschädigung. Nachdem griechische Gerichte einen Anspruch auf Entschädigung anerkannt hatten, hat nun der Europäische Gerichtshof der BRD die Staatenimmunität attestiert. Bei dem Massaker hatte die Wehrmacht am 13.12.1943 fast 700 ZivilistInnen umgebracht. Presseerklärung des AK Distomo und Presselinks
Am 26. und 27 Januar protestierten Mitglieder der Anti-Nazi-Koordination und der Initiative 11.000 Kinder für eine Ausstellung zur Deportation von 3 Millionen Juden und hunderttausenden Sinti und Roma mit der Reichsbahn. Mit Transparenten, Schildern und Flyern (Vorder- und Rückseite) wurde über das Projekt und die Desinformationskampangen der Bahn berichtet. Ganzer Artikel
Bereits am ersten Verhandlungstermin über die Revision im italienischen Sant'Anna-Verfahren wurde am 21. November 2006 das Urteil des Militärgerichts von La Spezia durch das zuständige Militärgericht in Rom bestätigt. Zehn angeklagte ehemalige SS-Angehörige waren am 22. Juni 2005 wegen des Massakers in Sant'Anna zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ganzer Artikel
Am 9. November versammelten sich gut 40 Menschen um 7:00 Uhr früh zu einer Protestaktion vor dem Verwaltungsgebäude der Deutschen Bahn im Frankfurter Gallus auf. Ganzer Artikel
Seit mehr als zwei Jahren weigert sich die Deutsche Bahn die Ausstellung "11000 Kinder - Mit der Reichsbahn in den Tod" auf Bahnhöfen in Deutschland zu zeigen. Zahlreiche Demonstrationen in und vor den Bahnhöfen und Informationsveranstaltungen hatten an der Betonhaltung von Bahnchef Mehdorn nichts ändern können. Ganzer Artikel
Am 29. September hat der Europäische Gerichtshof mit der Anhörung der Opfer des Massakers von Kalavryta begonnen. Griechische Gerichte hatten Deutschland zur Zahlung von Entschädigungen an die Opfer verurteilt. Deutschland beruft sich dagegen auf die "Staatenimmunität" und verweigert jede Zahlung an die Überlebenden und ihre Nachkommen. Zur Pressemitteilung des AK Distomo
300 bis 500 Menschen haben am 27. und 28. Mai 2006 in Mittenwald gegen die Verherrlichung der Taten der Gebirgsjäger im Zweiten Weltkrieg demonstriert. Auf dem zuvor stattgefundenen Hearing haben VertreterInnen französischer und slowenischer Partisanenverbände von der deutschen Besatzung und ihrem Widerstand dagegen berichtet. Während der Feierlichkeiten der Gebirgsjäger auf dem Hohen Brendten konnte ein Protesttransparent gehisst werden. Indymedia, Infoladen Ludwigsburg
Weitere Infos und Aufrufe unter Angreifbare Traditionspflege
70-80 Menschen demonstrierten am 5. Mai 2006 in Ortenberger Ortsteil Lißberg (Wetterau) ihre Solidarität mit den Opfern des Massakers der Waffen-SS in Sant'Anna di Stazzema. 560 Menschen, fast ausschließlich Frauen, Kinder und Greise, waren dort ermordet worden. Zum ganzen Artikel
Die Gedenkplatte zum Tod Günter Sares ist nun fertig. Sie wurde am 11. März anläßlich der Konferenz zu Peter Gingolds 90. Geburtstag dem wohlwollenden Publikum vorgestellt.
Günter Sare Dokumentationsseite
Die Deutsche Bahn hat es erneut abgelehnt, eine Ausstellung über die Deportation von 11.000 jüdischen Kindern aus Frankreich in einigen Bahnhöfen zu zeigen. Die Ausstellung könne nicht gezeigt weden, da dies den Sicherheitsbestimmungen widerspräche und Bahnhöfe keine "würdigen" Orte der Erinnerung seien. Ganzer Artikel und Links
Zum 20. Todestag von Günter Sare trafen sich am am 28. September 2005 gut 120 Menschen. Auf der Kundgebung erzählte zunächst Peter Gingold von der Situation von AntifaschistInnen in der frühen BRD. Im Anschluss daran schilderte ein Kollege aus der LAGG die Auseinandersetzung zum Gedenken an die KZ-Arbeiter in den Adlerwerken. Danach wurde vom erfolgreichen antifaschistischen Widerstand gegen die bundesweiten Demonstrationen der NPD in Frankfurt in den 70er Jahren berichtet. Es folgten Informationen zum Auschwitzprozess, der von 1963-65 im Haus Gallus stattfand. Mit einem Bericht vom Abend des 28. September 1985 endete das "Erzählcafé im Freien", dem noch eine Demonstration folgte. Aufruf zur Kundgebung.
Redebeiträge zum Auschwitzprozess und zum Todestag Günter Sares
Günter Sare starb bei einem Wasserwerfereinsatz der hessischen Polizei. Er hatte an einer Kundgebung gegen eine Wahlkampfveranstaltung der NPD im Bürgerhaus Gallus teilgenommen.
Wir dokumentieren einige autonome und andere linke Flugblätter und Zeitungsartikel aus dem Herbst 1985 zum Tod Günter Sares und die damals vom Libertären Zentrum herausgegebene Dokumentation zu den Ereignissen nach dem Tod von Günter Sare
Am 26. September 1980 verübte der Nationalsozialist Gundolf Köhler einen Sprengstoffanschlag auf das Münchner Oktoberfest. Mitten im Bundestagswahlkampf des Kandidaten Strauss wurden 13 FestbesucherInnen getötet und mehr als 200 verletzt.
Zum ganzen Artikel und weiterführenden Links
am 10. Juni 2005 protestierten etwa 100 AntifaschistInnen im Frankfurter Hauptbahnhof gegen die Ignoranz der Deutschen Bahn. Die Bahn hatte sich geweigert, eine von den Söhnen und Töchtern der Deportierten erstellte Ausstellung zur Deportation von 11.000 jüdischen Kindern aus Frankreich in deutschen Bahnhöfen zu zeigen. Ganzer Artikel und Links
Mit einem außerordentlich interessanten Hearing, mehreren Demonstrationen mit bis zu 600 AntifaschistInnen und einer kurzzeitigen Blockade der Zufahrt nach Mittenwald wurden die Kriegsverbrechen der Gebirgsjäger Pfingsten 2005 in die Öffentlichkeit gebracht. Mittenwald 2005
Seit Jahren fordern Überlebende des Konzentrationslagers Buna-Monowitz (Auschwitz III) die Umbennung des Grüneburgplatzes am IG Farbenhaus in Norbert-Wollheim -Platz. Norbert Wollheim hatte die IG Farben in den 50er Jahren erfolgreich auf Entschädigung für die erlittene Zwangsarbeit in dem IG-eigenen KZ verklagt. Mit dem neuen Namen soll an die Leiden der Opfer ebenso wie an ihren Kampf um Entschädigung erinnert werden. Die Initiative "Norbert-Wollheim-Platz" hat dazu jetzt eine Unterschriftenkampange gestartet.
Resolution der Überlebenden des KZ Monowitz
"Ein Minimum an Erinnerungspflicht" von Werner Renz in der FR
Weitere Informationen zu den IG Farben, FAZ
Am 16. Dezember gedachten 30 Menschen der ermordeten Roma und Sinti anläßlich des 60. Jahrestages des Auschwitzerlasses. Der Vorsitzende der Roma-Union, Leika-Peter Böttcher, hielt die Gedenkrede
Die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen (BdV) und CDU-Politikerin Erika Steinbach klagt erneut gegen einen kritischen Journalisten. Diesmal trifft es Ekkehard Jänicke, der in seinem Artikel "Die ehrenwerten Kreise hinter Herrn Hohmann" auch über die Verbindungen dieses Antisemiten zu Frau Steinbach berichtet hatte. Proteste gegen Vetriebene
Am 12. September 2004 haben im Frankfurter Stadtteil Bornheim gut 70 Menschen gegen die Politik des Bundes der Vertriebenen (BdV) und dessen Vorsitzende Erika Steinbach demonstriert. Anlaß war die Feier des "Tag der Heimat" im dortigen Bürgerhaus. Proteste gegen Vetriebene
Am 2. August haben in Frankurt etwa 30 Menschen dem 60. Jahrestag der Ermordung von 2900 Roma und Sinti in Auschwitz gedacht.
AntifaschistInnen haben eine Veranstaltung des Bundes der Vertriebenen (BdV) auf dem Hessentag in Heppenheim am 19. Juni 2004 kurz gestört. Indymedia
Infos und Links zum BdV
Das Stadtparlament hat am 17. Juni beschlossen, den Probensaal im "Haus der Chöre" im Dornbusch nicht nach dem Leiter der NS-Musikschule Kurt Thomas zu benennen und auch auf andere Ehrungen Thomas' zu verzichten. Kurt Thomas war als Leiter des musischen Gymnasiums ein Profiteur und Propagandist des NS-Regimes. Deshalb hatte ein ungewöhnlich breites Spektrum von autonomer Antifa und DGB bis zu Repräsentanten der ev. Kirche und des Fritz-Bauer-Instituts gefordert, auf die Ehrung von Thomas am zu verzichten.
Aufruf zur Absage der Ehrung.
Weitere Fakten zu Kurt Thomas
Im Kontext mit der gescheiterten Ehrung Kurt Thomas' wurde am 6. März 2005 der Vortrag Evangelische Kirchenmusik und Nationalsozialismus in der Alten Nikolaikirche Frankfurt a.M. gehalten
Etwa 400-500 AntifaschistInnen haben an Pfingsten 2004 gegen das Traditionstreffen der Gebirgsjäger in Mittenwald demonstriert und den Tätern von Distomo und zahlreichen anderen Massakern zumindest unsere Verachtung gezeigt. Mittenwald 2004
Zwei Veranstaltungen des revanchistischen BFF zum Gedenken an die Bombardierung Frankfurts wurden am 22. März 2004 gestört.
Zum Bericht
Unter dem Titel "In Memoriam: Leni Riefenstahl" und mit einem lobhudelnden Ankündigungstext wollte das Deutsche Filmmuseum den zweiteiligen Olympiafilm "Fest der Völker" und "Fest der Schönheit" zeigen. Gegen diese unkritische Rezeption Riefenstahls protestierten am 10. Januar 2004 etwa 25 DemonstrantInnen und blockierten den Eingang zum Filmsaal für eine dreiviertel Stunde. Zum Bericht
Etwa 35 DemonstrantInnen begleiteten am 10. November 2003 die Pressekonferenz der IG Farben i.A. im Bürgerhaus Dornbusch. Sie protestierten dagegen, dass die Liquidation so lange verzögert wurde, bis kein Geld mehr für die Entschädigung der Opfer übrig blieb. Proteste gegen IG Farben
Am Jahrestag des Novemberpogroms 2003 haben etwa 200 DemonstrantInnen in Frankfurt gegen das geplante "Zentrum gegen Vertreibung" demonstriert. Die Demonstration unter dem Motto "Heimat vertreiben - etwas besseres als die Nation finden wir überall" ... Proteste gegen Vertriebene
Im April 2003 fand in Berlin eine Veranstaltung zum 60ten Jahrestag des Aufstands im Warschauer Ghetto statt. Auf dem Podium führte Ingrid Strobl ein Gespräch mit Jadwiga Garonska (Warschau), Teresa Wieczorek (Warschau), Jerzy Piekielny (Lodz) und Ludwik Hoffmann (Lodz) aus Polen. In der Podiumsdiskussion werden die Vielfäftigkeit und die Bedingungen jüdischen Widerstands deutlich.
Etwa 40 Leute protestierten am 17. Februar 2002 gegen ein Benefiz-Konzert zugunsten des von Erika Steinbach und dem "Bund der Vertriebenen"(BdV) geplanten "Zentrum gegen Vertreibung" vor der Paulskirche. Proteste gegen Vetriebene
Vor der Stadthalle in Bergen-Enkheim versammelten sich gut 120 AntifaschistInnen um gegen die Fortexistenz dieser Verbrecherfirma zu protestieren. In der Stadthalle störten etwa 25 DemonstrantInnen den Beginn der Aktionärsversammlung, indem sie vor dem Podium ein Transparent zur Auflösung der IG Farben entrollten und Sprechchöre riefen ("IG Farben hier und heute, Mörder teilen ihre Beute"). Proteste gegen IG Farben
Kleine Presseschau
Fotos von der IG Farben Hauptversammlung von der Gruppe "Arbeiterfotografie"
Weitere Informationen über die IG Farben