Demo gegen Nazis und Verfassungsschutz

500-700 Menschen haben am 28. Januar in Frankfurt gegen die Finan­zierung von Nazi-Struk­turen durch den Ver­fassungs­schutz demonstriert. In Reden wurde das Verbot der NPD und die Auflösung des Ver­fassungs­schutzes gefordert.

"Oury Jalloh, das war Mord" riefen hunderte Demon­strantInnen immer wieder während der Rede von Mouctar Bagh, der am 7. Januar für das rufen dieser Parole von Poli­zisten über­wältigt und verletzt wurde. Er begrün­dete ein­drucks­voll, warum die Initiative Oury Jalloh weiter von Mord ausgeht.

Ein weiterer Beitrag diente der Mobi­lisie­rung zum 18. Februar nach Dresden, zu dem das Bündnis Frankfurter Antifaschisten Busse organisiert.

Indymedia, Aufruf , Bericht zu den NSU-Morden

Blockaden und Demo gegen WKR-Ball

Zwischen 2.500 (Polizei) und 8.000 Menschen haben am 27. Januar gegen den Ball des Wiener Korpo­rations­rings (WKR) demonstriert. Der WKR-Ball ist Fest von Nazis und anderen Rassisten, bei dem sich jeweils die rechte Prominenz die Klinke in die Hand gibt. Dieses Jahr war u.a. Marine Le Pen auf dem Ball. Freies Medium Ottenheim berichtet von erfolgreichen Blockaden und Polizeiübergriffen. Spiegel, Tagesschau

Am Tag vor dem Ball war die Website des Wiener Korpo­rations­rings von Anonymous geentert und mit Fahne und Hymne der UdSSR verschönert worden. Vienna online

Zu den Protesten aufgerufen hatten u.a. die auton­ome antifa [w] und das um's Ganze-Bünd­nis

Demo gegen den Ball des Wiener Korpo­rations­rings (WKR) ist am 27. Januar

Polizeigewalt am 7. Todestag von Oury Jalloh

Die Polizei ist am 7. Januar in Dessau massiv gegen Demon­stran­tInnen vorge­gangen, die den Tod von Oury Jalloh vor 7 Jahren als Mord be­zeich­net haben. Dabei verletzten die Polizisten mindestens zwei Personen so stark, dass sie in ein Kranken­haus einge­liefert werden mußten. MDR, Gedenkinitiative Oury Jalloh, Pro Asyl, Publikative, Umbruch-Bildarchiv

Unter Oury-Jalloh-Demo - Behinderungen und Faustschläge berichtet die MZ über eine Sitzng des Innen­aus­schusses zu den Polizei­angriffen auf Demon­strantInnen
Offener Brief zu Polizei­gewalt bei der Demon­stration im Gedenken an den 7. Todestag von Oury Jalloh vom Klapper­feld, dem Aktions­bündnis gegen Abschie­bungen und frankfurt.postkolonial

Oury Jalloh war in seiner Knas­tzelle verbrannt. Den Brand soll er laut den Aus­sagen der Polizisten - gefes­selt und nach gefähr­lichen Gegen­ständen durchsucht - selbst gelegt haben. Die Knast­wärter hatten auch noch die Rauch­melder abge­schaltet. Der erste Prozess war am Korps­geist der Polizei gescheitert.

Afrika-Festival: Kritik am staatlichen Rassismus unerwünscht?

Das Kulturamt der Stadt Frankfurt hat das Afrika-Festival der Sene­gale­sischen Verei­nigung im Solms­park 2012 nicht genehmigt. 2011 hatten nach Angaben des Vereins 5000 Menschen auf dem Afrika-Fes­tival gefei­ert. Die Stadt beruft sich auf Be­schwer­den von Anwoh­nerInnen. Eine Referent im Kultur­amt hatte aller­dings im Vor­ge­spräch erklärt, das Festival werde wegen der "Kritik an der Staats­gewalt" im Vorjahr nicht genehmigt. Gemeint war die Dar-stellung der Todes­um­stände von Oury Jalloh auf dem Fes­tival 2011. Jalloh war im Knast an Händen und Füßen gefes-selt ver-brannt. Die genauen Todes­um­stände konnten vor Gericht nicht geklärt werden, weil die beteiligten Poli-zistInnen keine oder falsche Aus­sagen machten. Der Senegal-Verein stellt hierzu fest:

Die Aktivitäten eines afrikanischen Vereins sind offenbar nur wohl­gelitten, wenn sie sich auf Trommeln und Folklore – also Friede, Freude, Eierkuchen – reduzieren.

Soli-Erklärung von noborderffm
Break the silence, Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

Die Inter­natio­nalen Bri­gaden in San Pedro de Cardeña - Gefäng­nis und Widerstand

Ausstellung mit Fotos, Biographien, Doku­menten etc. zum Konzen­trations­lager San Pedro de Cardeña in Burgos, Spanien, vom 29. Januar bis 11. Februar im Klap­perfeld, Eröff­nungs­veran­staltung am 29. Januar um 14:00 Uhr

Outing-Aktion in Aßlar fehlgeschlagen

Die Outing-Aktion bei Thorsten Gross (NPD Giessen / Lahn Dill Kreis) im November 2011 fand vor dem Haus eines Namens­vetters statt. Die aus­führ­ende Antifa-Gruppe hat diese Panne zum Anlass genom­men, über die Ur­sachen ihres "unent­schuld­baren" Fehlers zu reflek­tieren sowie Krite­rien und Voraus­setzungen für Outing-Aktionen zu benennen. Swing

Getauft, ausgestoßen – und vergessen?

Wanderausstellung über das Schicksal evan­geli­scher Juden in Frankfurt am Main 1933 - 1945
Vom 29. Januar bis 19. Februar in der Drei­königs­kirche Infos und weitere Aus­stellungs­termine und -orte

Wannseekonferenz

Am 20. Januar 1942 trafen sich am Wann­see die Ver­treter aller an der NS-Juden­politik beteiligten Minis­terien und mehrere Offiziere der SS. Zu diesem Zeit­punkt hatten die Einsatz­gruppen des SD in der Sowjet­union bereits eine halbe Million Juden er­schos­sen, in den Ghettos waren hundert­tausende Juden durch Hunger ermor­det worden und in Chelm­no wurden Juden in LKW's vergast. Mit der Wannsee­konfe­renz wurde die Vernich­tung der europäischen Juden weiter syste­mati­siert und auf alle deutsch be­setz­ten Länder ausge­dehnt. Mög­liche Hinder­nisse wurden aus dem Weg geräumt und ein koor­dinier­tes Vor­gehen aller betei­ligten Behörden unter Führung des SD erzielt. Haus der Wannseekonferenz, publikative, junge welt

Ein Mädchen allein auf der Flucht

Eva Szepesi liest aus ihrem Buch, in dem sie ihre Flucht als 11-jährige und ihre Deportation nach Auschwitz beschreibt.
Am 31. Januar um 19:00 Uhr in der Jugendbegegnungsstätte Anne Frank

Nazi-Websites gehackt

AktivistInnen des Chaos Computer Clubs (CCC) und von Anoni­mous haben zwi­schen Weih-nachten und Syl-vester 2011 Web-sites der NPD und anderer Nazis gehackt oder durch DDoS-Angriffe zeit-weise lahm gelegt. Betroffen waren u.a. die Web-sites des neuen NPD-Vor-sitzen-den Holger Apfel, die NPD-Zeitung "Deutsche Stimme", Alter-media und diver-se natio-nalis-tische Versand-firmen. Endstation Rechts, Publikative, Heise, Telepolis

Jahresrückblick Hessen 2011

Zwei AutorInnen von Lotta geben im Inter-view mit Netz-gegen-Nazis einen anti­faschis­tischen Jahres­rück­blick